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Erika DECHANT |
Kurz vor ihrem 88. Geburtstag ist am vergangenen Samstag ( !4. März) die langjährige Turntrainerin Erika DECHANT nach kurzer, schwere Krankheit in Berlin-Köpenick verstorben. Ihr ganzes Berufsleben als Trainerin hatte sie sich dem Kunstturntraining verschrieben. Insbesondere im Bereich der Nachwuchsentwicklung des Mädchen- und Frauenturnens war sie zunächst seit Anfang der sechziger Jahre als Clubtrainerin beim damaligen SC Chemie Halle, an der Seite von Spitzentrainer Trainer Götz-Michael Glitscher, und gemeinsam mit Johanna Quaas tätig. Später übernahm sie dann Aufgaben als Nachwuchs-Verbandstrainerin in der DDR und wechselte nach Berlin. Somit war sie an entscheidender Stelle federführend für die enorme Aufwärtsentwicklung des weiblichen deutschen Spitzenturnens unter die Top 3 Turnnationen - gemeinsam mit Rumänien und der UdSSR - zuständig.

Eine imposante Schar "hallescher" Nationalmannschaftsturnerinnen im vor-olympischen Jahr 1975:
* v.li.: Trainer Götz-Michael Glitscher, Pianist Heinz Breuer, Petra Oertel, Siegrid Klein, Richarda Schmeißer, Renate Lübeck, Bärbel Koss (Dockhorn), Trainerin Erika Dechant (rechts) und ein 'kleiner Rest der Turnwelt'.
Auch als qualifizierte Kampfrichterin stand sie langjährig und verantworungsvoll im Einsatz.
Nach der politischen Wende stellte sich Erika Dechant sofort dem Umbau der Strukturen der Turnpraxis in Berlin u. a. als Vorsitzende des Technischen Komitees Kunstturnen bzw. als Fachwartin zur Verfügung. Insbesondere während ihrer Tätigkeit beim TSC war sie auch für die kleineren Vereine sowie für die Akrobatik- und Gymnastikdisziplinen eine kompetente Ansprechpartnerin und leistete willkommene Hilfe.
Auch wenn sie mit ihrer konsequenten und hartnäckigen Art an eigenen Grundüberzeugungen und Prinzipen festhielt, glich sie dies mit ihrer umgänglichen und fröhliche Art mit allen im Sport Beteiligten aus. Erika Dechant bleibt somit allen, die sie kannten, in würdiger Erinnerung!
(c) gymmedia / E. W. HERHOLZ
* Siehe auch unter ► IM STILLEN GEDENKEN