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Heute, vor 77 Jahren, am 18. März 1949, war die Geburtsstunde der Betriebssportgemeinschaft Post Halle (BSG Post Halle), welche laut Statut als Vorläufer des heutigen Vereines "PostTurnSportVerein Halle" gilt. Seit langem und bis heute ist er auch der Heimatverein der ältesten Wettkampfturnerin der Welt, Johanna QUAAS, die im November 2025 in fröhlicher Runde ihren 100. Geburtstag feierte und nun bereits nach dem 100. JAHNTURNFEST (2024) nun auf ein drittes 100'er Jubiläum blickt: Ende Juni 2026 will ihr Verein sein 100. Jubiläum begehen! Denn am 23. Juni 1926 soll der Postsport- und Turnverein Halle e.V. (PTSV) gegründet worden sein.
Daraus entwickelte sich 1928 der Postsportverein Halle (PSV) und 1934 die Postsportgemeinschaft Halle (PSH). Bereits 1930 hatte dieser Verein 473 Mitglieder. Die Sportanlagen befanden sich am Galgenberg, dem heutigen Sportplatz des Polizeisportvereins. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges war es, wie überall, auch in Halle mit dem Postsport erst einmal vorbei.
Traditionelle Trainingsstätte der Turnerinnen und Turner ist die alt-ehrwürdige Jahnturnhalle in der Nähe des halleschen Steintores in der sich auch Johanna Quaas inmitten vieler aktiver Jahrgänge immer am wohlsten fühlte. Das Baudenkmal ist die mit über 160 Jahren älteste ihrer Art in der Hallorenstadt, noch immer erfüllt mit turbulentem Trainingsbetrieb, beherrbergt auch den Landesleistungssützpunkt des Landessportbundes!!
Aktuell begeht man dort am kommenden Wochenende zum 25. Mal den Fritz-Grüning-Wettkampf, benannt nach einem verdienstvollen langjährigen Abteilungsleiter Turnen, der mit seiner Lebensleistung bleibende Akzente zur Pflege des halleschen Gerätturnens gesetzt hatte: Über 150 Turnerinnen und Turner aus Vereinen aus ganz Sachsen-Anhalt haben ihre Teilnahme angemeldet, der auch in der Stadt des aktuellen Turn-Europameisters Nils Dunkel große Beachtung und Unterstützung findet.
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♦ Historie und Moderne treffen da in der JAHNTURNHALLE zusammen:

Die politische Wende hatte aber auch das Leben im Postsportverein Halle grundlegend verändert: Aus der BSG Post wurde am 15. Juni 1990 der gemeinnützige Verein "Postsportverein Halle e.V. " In einer Presseinformation schrieb der damalige Vereinsvorsitzende Hans-Georg Neuenfeldt: " Der Verein mit seinen etwa 900 Mitgliedern in zwölf Sektionen kämpft ums Überleben, denn bis zum 30.Juni zahlt die Bundespost noch, dann beginnt die Eigenfinanzierung". Beiträge und öffentliche Zuwendungen waren wieder zur wichtigsten Finanzierungsquelle geworden.
Ein zwischenzetlicher Irrweg war die Umbenennung des Vereins in Post und Telekom-Sportverein Halle im Jahr 1994. Die erhoffte Unterstützung der Deutschen Telekom blieb aus und die Zuwendungen wurden auf "Null" heruntergefahren. 2004 besann sich der Verein auf seine Wurzeln und nahm den ersten Namen aus dem Jahr 1926 an. Unter den alten Namen PostTurnSportverein Halle pflegen wir die alten Traditionen des Postsports allerdings ohne die Förderung der ehemaligen Postbetriebe.
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Ob sie sich das mit 100 nochmal traut ...? |
Wie schon zu ihrem 90. Geburtstag (2016), als Ex-Reck-Weltmeister Eberhard Gienger der damaligen Jubilarin einen Fallschirmabsprung schenkte, den sie der damals gleichaltrigen englischen Queen widmete, so wiederholte er anlässlich ihrer 100. Geburtstagsfeier dieses Angebot letzten November:
Verblüffende Reaktion der nun 100-Jährigen:
" ... aber bitte nicht im Winter, da iss`es mir zu kalt! Im Sommer ist es besser, da wird mein Lieblinngsverein Post Halle nämlich auch 100 Jahre alt!"
Na, warum nicht - mal sehen, wie da das Wetter ist!
♦ Auch nach ihrem 100. Geburtstag hält sich Johanna Quaas noch immer aktiv fit, → wie der MDR in einem Video beweist!
(c) gymmedia / E. W. Herholz