Vor phantastischer Kulisse von über 6.200 (!) Zuschauern im Züricher Hallenstadion gab es beim diesjährigen "INTERNATIONALEN SWISS CUP" einen spannenden Rundenwettbewerb und nach deutlicher Halbfinalführung auch einen klaren Sieg des rumänischen Paares Steliana NISTOR mit ihrem Partner Flavius KOCZI, die die wettkampferfahrene deutsche Paarung Oksana TSCHUSSOWITINA / Eugen SPIRIDONOV auch im Finaldurchgang auf Distanz halten konnten.
Russlands Duo Swetlana KLJUKINA / Sergei CHOROCHORDIN belegte Rang 3 vor dem brasilianischen Geschwisterpaar mit Bodenweltmeister Diego und DESSEN Schwester Daniele HYPOLITO.
Das Schweizer Gastgeberpaar Ariella KAESLIN / Niki BÖSCHENSTEIN war knapp am Finale der besten Vier vorbeigeschrammt...
"INTERNATIONAL SWISS CUP 2007" - Zürich, Hallenstadion, 4. November -
Der Sieg in diesem Paarwettkampf ging an das rumänische Duo Steliana Nistor/Flavius Koczi.
Somit gab es zum fünften Mal in den letzten sieben Jahren beim Swiss Cup ein rumänische Siegerpaar. Vize-Weltmeisterin Steliana Nistor, die für die angekündigte, aber kurzfristig verletzte Sandra Izbasa eingesprungen war, ist die WM-Zweite von Stuttgart 2007 im Mehrkampf.
Mit Sprung gestartet (14,000) trat sie in der zweiten Runde am Stufenbarren an (15.000) und steigerte sich im Halbfinale am Balken auf ihren Tageshöchstwert von 15,700.
Durch Stegerung im Finale (15.400) sicherte sie den rumänischen Sieg ...
Steliana Nistor
Ihr sportlicher Partner Flavius Koczi war Europameister 2006 am Pauschenpferd, und nutzte sein Spezialgerät auch als Stargerät und erzielte dort 15,100 Punkte bei einem Ausgangswert von 15.9;
doch der Rumäne ist aber auch als begnadeter Pferdspringer bekannt, wenn er bisher auch immer ein wenig im Schatten des mehrfachen Weltmeisters und Olympiasiegers Marian Dragulescu stand:
Im Finale erzielte er am Sprungtisch 16,200 Punkte. << Foto, li: Pferd-Europameister Flavius KOCZI (ROU)
Diese rumänische Weltklassepaarung verwies das deutsche Paar Tschussowitina/Spiridonov im letzten finalen Gerätdurchgang deutlich mit 1,75 Punkten auf den zweiten Rang.
... aus Schweizer Sicht: Ariella Kaeslin und Niki Böschenstein verpassten vor über 6.200 begeisterten Zuschauern den Final-Einzug knapp um 15 Hundertstelpunkte.
Aber nur wenig fehlte, und beide hätten wie im Vorjahr (Rang 3) in den Kampf um einen Podestplatz oder sogar um den Sieg eingegriffen, der mit 23"000 Franken dotiert war.
Der als "Stimmungsturner" bekannte Niki Böschenstein war gut gestartet: Ringe 15,100, dann mit Höchstwert am Sprung (16,250) ... aber ein missglückter Barrenabgang im Halbfinale kostete den Einzug in die Runde der letzten vier Teams...
Kaeslin, Böschenstein: ... im Vorjahr Dritte, diesmal fehlten 0,150 Punkte am Podest!
Erwin HÄNGGI (STV)
DAS FINAL-QUARTETT - beobachtet von Erwin Hänggi (Schweiz
Mit Rumänien, Deutschland, Brasilien und Russland qualifizierten sich die favorisierten Paare für den Final, der bei Null begann. Swetlana Kljukina (Stufenbarren) und Sergej Chorochordin (Barren) legten mit 89,15 ein gutes Total vor.
Daniele Hypolito aus Brasilien stürzte zweimal vom Balken. Da nützten auch die Weltrekord-verdächtigen 16,20 des zweimaligen Boden-Weltmeisters Diego nichts – das Geschwisterpaar war geschlagen.
Oksana Tschussowitina (GER) (32) - geboren und aufgewachsen in Usbekistan, und Eugen Spiridinov aus Tscheljabinsk (Russland) - beide nun für Deutschland startend - hatte beide den Sprung als Finaldisziplin gewählt. Für die Spezialistin Oksana logisch, für Spiridonov taktisch falsch, denn er verfügte als zweiten Sprung nur über einen Überschlag – Salto mit halber Schraube mit einem niedrigen Ausgangswert. Das ergab für ihn die für diese Disziplin tiefe Note von 15,375. Steliana Nistor, die mit Abstand beste Stufenbarren-Turnerin Rumäniens, verzeichnete nach dem dritten Flieger zwar einen Halt, kam aber dank des hohen Ausgangswertes von 17.0 (!) trotzdem noch auf 15,40.
Ihr Partner Flavius Koczi, - zur WM in Stuttgart mit zwei Sprüngen mit Ausgangswert 17.0 im Finale, übertraf dann Spiridonov auch mit 16,200 deutlich ....
Eugen Spiridonov: ... taktischer Fehler im Finale, 2. Sprung zu leicht!
... – der siebte rein rumänische Sieg bei der 19. Austragung des Swiss Cups als Paarwettkampf war perfekt.
Das zweite Schweizer Paar, Lucia Tacchelli / Claudio Capell - für das USA-Paar nachträglich in den Wettkampf gekommen - schied schon in der Vorrunde nach zwei Geräten aus:
Claudio stürzte am Boden in der ersten Reihe und nochmals zum Schluss beim Doppelsalto; Lucia griff nach Stufenbarrenabgang mit den Händen auf...
Trotzdem war das Publikum, das so zahlreich wie noch nie in den letzten 30 Jahren erschienen war, begeistert vom attraktivsten Schweizer Turn-Event und erzeugte im Hallenstadion eine Stimmung, mindestens vergleichbar mit einem Eishockey-Match....!
* ... mehr zu diesem internationalen Top-Ereignis lesen Sie in unserer >> GYMmedia-Vorschau ---------------------------------------------------------------------------------->> * Der Internationale SWISS CUP 2007 war Bestandteil des
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