Geoffrey Wammes: Erster Weltcup-Doppelsieg eines Holländers!
Allein drei der sechs Männergeräte beim erstmals als Weltcup ausgetragenen 30. American Cup im Nassau Veterans Coliseum auf Long Island (USA) gewannen holländische Turner:
Dabei glänzte der Newcomer Geoffrey Wammes allein mit 2 Siegen an Boden und Sprung, während Ringespezialist Juri van Gelder erneut Jordan Jowtschew (BUL) bezwang. Die Gastgeber siegten mit Alexander Artjomow am Pferd, der Japaner Kazuya Ueda gewann am Barren und Yann Cucherat (FRA) am Reck. Dort stürzte Fabian Hambüchen als einziger deutscher Turner erneut und wurde nur Achter...
Bei den Frauen dominierten in kompletter Abwesenheit der beiden Turnnationen Russland und Rumänien (Männer und Frauen) erwartungsgemäß die gastgebenden Turnerinnen des Team-Olympiasiegers USA, wobeí besonders die US-Juniorenmeisterin des Vorjahres und Tochter des Ex-sowjetischen Turnstars Alexander Ljukin (- 1987 erster Turner der Welt mit Dreifach-Salto am Boden), Nastasia Ljukin bei ihrem Weltcup-Debüt mit einem Sieg am Balken überraschte, gemeinsam mit der bereits international erfahrenen Chinesin Zhang, Nan (Mehrkampfbronze, Athen 2004).
Zuvor gingen die Siege am Sprunggerät durch Alicia Sacramone sowie am Stufenbarren durch Chellsie Memmel (Finalhöchstwert: 9,600) ebenfalls an die USA.
Beste europäische Turnerin war bei diesem relativ schwach besetzten Weltcup-Premiere in Nordamerika (19 Nationen) die Spanierin Patricia Moreno, die am Boden mit 9,587 vor Sacramone (9,537) knapp einen Totaltriumpf der Gastgeberinnen verhinderte.
>> Nächster Weltcup wird am 18.-20. März das "29. Turnier der Meister" in Cottbus sein, für das bereits 40 Nationen (!!) gemeldet haben.
1. Tag: Qualifikationswettbewerbe
Die Turnerinnen des Gastgeberlandes USA setzten bei dem erstmals mit Weltcupstatus ausgetragenen 30. American Cup schon am ersten Tag der Qualifikationswettbewerbe die Akzente:
Alicia Sacramone vor Melanie Sinclaire (Sprung) und zweimal Nastia Ljukin vor Chellsie Memmel (Barren und Balken) waren die Besten an den Geräten, während nur am Boden mit Patricia Moreno (ESP) eine europäische Turnerin - in Abwesenheit von Rumänien und Russland - dominierte...
In der Qualifikation der Männer überraschten besonders die beiden Niederländer - der ausschließliche Ringespezialist Juri van Gelder (- mit 9,675 Höchstwert an den Ringen vor la Morte/USA und vor Jowtschew/BUL) - sowie der Newcomer der letzten Saison Goeffrey Wammes am Spung als Beste dieser Geräte. Krisztian Berki aus Ungarn dominierte das Pauschenpferd und der Kroate Tomislav Markovic den Boden.
Der einzige Turner mit 10,0 Ausgangswert am Barren war auch der Beste: Kazuja Ueda (JPN), während für die Gastgeber am Reck Justin Spring dominierte.
Der für Deutschland einzige Teilnehmer Fabian Hambüchen verpasste als 8. am Boden um 5 Hundertstel das Finale ebenso, wie auch am Barren, wo ihm nur 9,3 als Ausgangswert anerkannt wurden.
Auch am Reck lief es für den 17-Jährigen alles andere als optimal: So stürzte er, kam jedoch wegen des hohen Ausgangswertes (- einziger mit 10,0) doch noch ins Finale; allerdings ist dieser 30. American Cup international ziemlich schwach besetzt...!
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