Überraschend erhielt heute die zweifache Deutsche Mehrkampfmeisterin Katja Abel - früher als erwartet - grünes Licht von ihrem Arzt Dr. Frank Rauhut, wieder mit leichtem Training an den Geräten zu beginnen. "Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass zuvor die in beiden Unterarmen befindlichen Platten noch operativ entfernt werden müssten...", staunte die Berlinerin, hatte sie doch noch mit mindestens 6 Wochen Wiedergenesung vor einem Neustart gerechnet...
Fast auf den Tag genau vor einem Jahr hatte Katja Abel nach einem schweren Trainingssturz am Stufenbarren beide Unterarme gebrochen. (>> GYMmedia_Meldung, 9. Feb. 2004)
"Nix mit Neustart...", wehrt sie ab, "ich bin nur verblüfft, dass ich mit den Metalldingern im Arm schon wieder trainieren kann, und die nicht zuvor raus müssen. Eigentlich spüre ich sie ja auch gar nicht."
Katja Abel - hier bei einem Salto sw. zu ihrer letzten WM 2003
Ohnehin hatte sie sich bisher fast jeden zweiten Tag in der Woche zwecks persönlicher Fitness in der Turnhalle aufgehalten. Zur Berliner Turn-Weihnachtsfeier hatte sie doe Öffentlichkeit bereits mit einem erstaunlichen Balkenprogramm vorgestellt - ohne Stützrisiken, natürlich.
Nun will sie gemeinsam mit ihrem - Berlins letztem (!) hauptamtlichen Frauenturntrainer - Steffen Gödicke ein anfangs dreimaliges Training und vorsichtigen Belastungstests und -steigerungen versuchen, wieder in eine sportliche Form zu kommen.
Bei Bedarf gingen dann sofortige Signale an Dr. Rauhut, wenn es doch noch zu Problemen mit diesen Platten in den Unterarmen kommen sollte...
Wozu das Ganze, Katja? "Ja ich möchte natürlich nicht nach einer solch langen leistungssportlichen Laufbahn so sang- und klanglos nach einem Unfall ausscheiden. Ohne mich unter Druck zu setzen... schau'n wir mal, wie sich das Ganze anlässt. In diesem Jahr ist schließlich eine WM. Ob ich mir da wenigstens noch ein passendes Karriere-Ende verpassen kann, ist leistungsabhängig. Vorstellen könnte ich es mir schon...!"
Vor dem verletzungsbedingten Aus im Olympiajahr war sie bei den 63. Deutschen Meisterschaften 2003 in Heilbronn mit ihrem zweiten Mehrkampftitel Deutschlands 100. Deutsche Mehrkampfmeisterin geworden. E. Herholz
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