Beim 19. Internationalen GWG-Cup des europäischen Turn-Nachwuchses in der Lausitzmetropole Cottbus gab es in der Altersklasse der 10-14-jährigen Jungen einen ukrainischen Sieg durch Victor Stepanenko mit 52,300 Punkten vor Rokas Guscinas aus Litauen (51,225) und Daniel Keatings (GBR; 50,850). Bester deutscher Turner wurde Andreas Toba vom TK Hannover auf Rang vier (50,650).
Im zweiten Mehrkampf des Tages der Jugendlichen (15-18 Jahre) gewann der Schweizer Dennis Mannhardt vom Züricher Turnverband (52,750) vor Andrei Issajew (UKR; 52,650) und dem Berliner Brian Gladow vom DTB-Juniorenteam (51,300), der mit zwei Siegen in den Gerätefinals des Abschlusstages bester Junior des Turniers wurde....
Mehrkampf der Jugendlichen AK 15-18
Für die meisten der 39 Teilnehmer war es ein erster aber gleich anspruchsvoller Wettkampftest nach der Sommerpause. Ziel der deutschen Teilnehmer aus Chemnitz, Berlin Cottbus und Leopoldshöhe war es, möglichst an das Niveau des letzten Wettkampfes anzuknüpfen. Das waren für die meisten die Deutschen Jugendmeisterschaften im Juni in Celle.
Während dies dem Berliner Brian Gladow bereits recht gut gelang, gab es aber bei den beiden anderen Mitgliedern des DTB-Juniorenteams aus Chemnitz, Max Finzel und Michael Stumpf noch einige saisonbedingte Abstriche.
Brian Gladow belegte hinter strker ausländischer Konkurrenz einen ausgezeichneten dritten Rang, war damit bester deutscher Mehrkämpfer dieses Tages.
Sieger AK 15-18
Die ausländische Konkurrenz war bei dieser GWG-Cup-Auflage besonders stark, trat doch z.B. die Ukraine mit den Mitgliedern des bronzenen JEM-Teams von Ljubljana an und hatten in Andrei Issajew ihren Besten auf Rang 2. Außerdem waren aus deutscher Sicht die beiden verletzten Cottbusser Philipp Boy und Steve Woitalla als Vorjahrssieger nicht am Start, wie auch die "immer-noch-Junioren" Waldemar Eichorn und Fabian Hambüchen diesen Wettkampf in ihrer Saisonplanung ausließen.
Den ausgeglichendsten Mehrkampf aber bot der Schweizer Dennis Mannhart vom Zürcher Turnverband, der sein Highlight am Pauschenpferd mit der Tageshöchstnote von 9,400 hatte.
Sieger Dennis Mannhart und sein litauischer Coach Alexander Kraschininikas
Der 2-fache Sieger Alexander Suprun und sein Coach Alexander Gorin
Berliner Brian Gladow bester Turner am Finaltag
>> Die besten vier Mehrkämpfer des Vortages teilten unter sich auch die Siege an den Geräten auf. Der Mehrkampfbeste Dennis Mannhart (Zürcher Turnverband) gewann Boden vor dem Berliner Brian Gladow. Hier standen die ebenfalls starken Ukrainer gar nicht im Finale, da sie sich im Mehrkampf tags zuvor verturnt hatten.
>> Dafür gewann Alexander Suprun am Pauschenpferd (AW 9,8) - wieder vor Brian Gladow, nachdem der mitfavorisierte Andrei Issajew vorzeitig abgestiegen war, aber noch Dritter wurde.
>> Dann aber gewann Andrei Issajew an den Ringen vor Dennis Mannhart und dem Chemnitzer Max Finzel, der auch als Zweiter am Sprung "Wiedergutmachung" nach einem nicht so erfolgreichen ersten Wettkampftag betrieb.
>> Am Sprunggerät war Alexander Suprun (UKR) mit seinem 2. Sieg aber nicht zu schlagen. Er zeigte mit Kasamatsu-ganze Drehung und Rondat-Doppelschraube zwei 9,7er-Spünge und verwies Max Finzel mehr als deutlich auf Rang 2.
>> Barren und Reck aber gehörten dem Berliner Junioren-Auswahlturner Brian Gladow, der nach zwei zweiten Plätzen und Bronze im Mehrkampf damit zum erfolgreichsten Turner des Turniers avancierte..
>> Am Barren profitierte er ein wenig vom Fehler seines ukrainischen Konkurrenten Issajew, der beim "Tippelt" auf den Holmen saß und statt 9,7 nur 9,5 Ausganbgswert anerkannt bekam, aber hinter Mannhart noch Dritter wurde.
>> Am Reck zeigte Gladow Konterhecht und Tsukahara gestreckt als Abgang und verwies auch hier Issajew und Mannhart auf die PLätze.
Mehrkampf der Jüngsten zwischen 10 und 14 Jahren
In diesem Altersbereich traten 56 Turner an. Erstaunlich, dass dabei die meisten (21) bei den 14-Jährigen antraten. Vom 91'er-Jahrgang waren es 18 Turner, 10 11-Jährige und nur 6 10-Jährige stellten sich der Konkurrenz.
Gefordert waren in diesem Bereich 2 C-, 3 B- und 4 A-Teile sowie jeweils drei Sonderanforderungen an den Geräten. Das fiel natürlich den jüngeren Turnern gegenüber den biologisch weiter entwickelten nicht leicht.
Erstaunlicher Weise aber kamen die besten 4 Wettkämpfer am Ende auf über 50 Punkte, und die beiden besten waren gar vom 91'er-Jahrgang: Der Ukrainer Victor Stepanenko mit 5 52,300 Punkten (!!) ....
.....und der Litauer Rokas Guscinas mit 51,225 Punkten.
Besonders die ukrainischen aber auch die rumänischen Turner boten bereits hohe Schwierigkeiten bei bereits ansprechender Stabilität an, so z.B. Vlad-Bogdan Cotuna, der am Boden in der letzten Reihe mit einem sehr hohen Doppelsalto geh. glänzte.
Auch die britischen Turner unter der Leitung eines Ex-Russen Andrei Popow als Junioren-National-Coach, der aus Wladimir stammt - einst eine Turnhochburg mit den Stars Andrianow und Koroljow - traten mit ansprechenden Leistungen auf und hatten ihren besten Turner mit Daniel Keatings auf Rang drei (50,850).
Besonders viel auch hier ein Schweizer vom NKL Liestal auf, Lukas Fischer, der als 14-Jähriger unter Regie seines russischen Trainers Nikolai Maslennikow am Reck sogar schon einen Doppel-Tsukahara als Abgang zeigte und am Barren mit einem "Carballo" überraschte. Am Ende war es hinter dem Hannoveraner Andreas Toba Rang fünf.
Rokas Guscinas als Zweiter bei der Preiseauswahl...
Christopher Jursch - bester Cottbuser als 5. am Barren
Die Final-Entscheidungen der Jüngsten (AK 10 - 14
Allein vier Siege für die Ukraine - jeweils vor Rumänien und Großbritannien - sowie je ein Geräteerfolg für die Schweiz (Barren) und Großbritannien (Sprung), dazu zweite und dritte Plätze rumänischer Turner und einmal Rang drei für einen deutschen - Andreas Toba, aus Hannover - kennzeichneten die eindeutigen Kräfteverhältnisse in diesem Altersbereich. Hier waren die Gastgeber relativ schwach vertreten, fehlten doch aus Verletzungsgründen z.B. drei Berliner Turner (Pokroppa, Sorrer, Lando) und der starke Niedersachse Max Wittenberg-Voges; Christopher Jursch war neben Felix Brendler (Boden) bester Cottbuser als 5. am Barren.
Besonders die ukrainischen und britischen Turner gefielen durch gute Grundlagenausbildung, bereits gespikt mit ansprechenden Schwierigketen.
Mehrkampfsieger Victor Stepanenko räumte allein an Boden, Pauschenpferd und Reck drei Siege ab und wurde so erfolgreichster Turner des Gesamtturniers.
Sein Landsmann Kiril Schapowal gewann an den Ringen und der Sieg am Barren ging an den Liestaler Lukas Fischjer aus der Schweiz. Andreas Toba - Sohn des langjährigen deutschen Nationalturners Marius Toba - hatte sein bestes Ergebnis als Dritter beim Sprung, er belegte Rang vier an den Ringen und wurde Sechster am Reck.
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